„Wir erzählen Geschichten – von Menschen, für Menschen. Authentisch und mit Haltung“

Wir erzählen Geschichten – von Menschen, für Menschen. Authentisch und mit Haltung.
Wir erzählen Geschichten – von Menschen, für Menschen. Authentisch und mit Haltung.

Qualitäts-Content – authentisch, nahbar und mit hoher Glaubwürdigkeit versehen – ist auch mit und durch KI wichtiger denn je.
Deshalb kuratiert SCRIBERS[HUB] erstklassige TexterInnen, AutorInnen und JournalistInnen für jede Branche, jedes Thema, jeden Kanal.
In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth – Gründerin von SCRIBERS[HUB] – Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen…

Karen Hartwig, Chefredakteurin AW Architektur & Wohnen im Jahreszeiten-Verlag

Was bedeutet Content für Dich?

Also, wir sprechen bei Content über Inhalt. Und Inhalte sind natürlich wesentlich für ein journalistisch relevantes Medium. Noch vor jeder ästhetischen grafischen Lösung!
Content ist für mich das Herzstück dessen, was wir als Journalisten tun – er ist unser Werkzeug, um die Welt zu erklären, zu inspirieren und Menschen zu bewegen. Guter Inhalt schafft Momente der Erkenntnis, des „Aha!“ oder auch einfach der Freude. Für mich persönlich bedeutet Content Verantwortung: Ich entscheide jeden Tag, welche Geschichten erzählt werden, welche Perspektiven Raum bekommen und wie wir unsere LeserInnen durch die Komplexität der Welt führen. Das ist ein Privileg und eine große Aufgabe zugleich.

Bei AW Architektur & Wohnen bedeutet das, mit zielgruppenadäquaten und akzentuierten Inhalten ein starker Impulsgeber zu sein – mittels neu gedachter Themen, innovativer Designansätze und gesellschaftsrelevanter Diskurse. Es ist pure Neugierde auf das Neue, was mich dabei antreibt: Antworten finden und begeistern. Es geht schließlich darum, andere Menschen zu erreichen, zu berühren und im besten Fall sogar ihr Leben ein kleines bisschen zu bereichern.

Wie gelingt guter Content von Mensch zu Mensch mit KI?

Jeder macht das, was er am besten kann. Die KI übernimmt die Fleißarbeit – Daten durchforsten, erste Recherchen, Informationen zusammenstellen. Aber an dieser Stelle sei auch gesagt: KI erfindet nichts Neues, bereichert nicht. Sie bedient sich an Vorhandenem.
Wir Menschen bringen hinein, was Computer nicht können: Das Gespür für relevante Themen und Geschichten, kritisches Hinterfragen und Einordnungen, d.h. sich zu positionieren und zu interpretieren. Denn nur so entstehen Inhalte, die nicht nur informieren, sondern auch Kontroversen eröffnen und damit zur Diskussion anregen – und damit die journalistische Qualität und Glaubwürdigkeit garantieren.

Welche Mischung aus Talenten und Fähigkeiten sollte ein Content-Team heute haben?

Klar ist: Wir brauchen Leute, die ihr Handwerk verstehen – an erster Stelle Journalisten mit intuitivem Gespür für Geschichten und Zielgruppen. Aber das allein reicht heute längst nicht mehr. Der entscheidende Punkt: Wir müssen 360 Grad denken. Print, Social Media, Events, Podcast, Video – idealerweise greifen alle Medien ineinander. Ein Artikel im Heft wird zum Instagram-Post, daraus entsteht ein Podcast-Thema, das wiederum bei einem Event aufgegriffen wird. So stelle ich mir die perfekte Verzahnung vor.
Dafür brauchen wir nicht nur klassische Journalisten, sondern auch andere Experten: Social-Media-Profis, die wissen, wie virtuelle Kanäle wie LinkedIn / Instagram & Co genutzt werden können, Event-Spezialisten, die analog unvergessliche Erlebnisse schaffen, Video-Experten, die auch mit kleinem Budget große Emotionen im Bewegtbild transportieren. Jeder Kanal hat seine eigene Dynamik– und die muss man beherrschen. In der Praxis ist diese Verzahnung natürlich eine immense Herausforderung. Wir arbeiten daran, dass unser Team immer breiter aufgestellt wird und trotzdem zusammenwächst.

Das Wichtigste dabei: Bei aller Vielfalt in der Kommunikation darf unsere DNA nicht verwässert werden. Ob Print-Story, Instagram-Post oder Live-Event – es muss immer unverwechselbar nach uns klingen und aussehen.
Am Ende braucht es ein Team, das neugierig bleibt, schnell reagiert und trotz aller Technik nie vergisst: Wir erzählen Geschichten – von Menschen, für Menschen. Authentisch und mit Haltung.
Das ist unser Job – auch wenn wir noch nicht überall sind, wo wir hinwollen.

Was war der schlechteste Content, dem du je begegnet bist?

Wenn man schlecht mit irrelevant oder sogar schlecht recherchiert gleichsetzt, kann ich sagen, dass ich davon bislang verschont geblieben bin. Das Glück habe ich unserem fantastischen Netzwerk zu verdanken. Die Autoren, mit denen wir arbeiten, verstehen ihr Handwerk.

Das Briefing ist natürlich entscheidend, aber manchmal ignoriert ein Autor die Anforderung zugunsten seiner eigenen Ansicht von Relevanz. Dann merkt man: er oder sie hat womöglich nicht verstanden, wofür AW Architektur & Wohnen steht. Wobei das alles wahnsinnig subjektiv ist. Wir hatten mal einen Text, da war sich die komplette Redaktion einig: „Das ist kein AW-Text.“ Als ich ihn später einer befreundeten Journalistin zeigte, fand die ihn großartig.
Das zeigt doch: Das handwerkliche Können allein genügt nicht. Autoren müssen unser Heftkonzept verinnerlichen. Sie müssen verstehen, wen wir ansprechen und sich darauf einlassen wollen. Klappt das nicht, funktioniert die Zusammenarbeit leider auch nicht – so ehrlich muss man sein.

Vervollständige den Satz: Content ist immer…

… mehr als reine Information – er ist das Bindeglied zwischen Menschen, schafft Vertrauen und liefert echten Mehrwert. Starker Content erzählt Geschichten, die präzise auf die Zielgruppe zugeschnitten sind: relevant, authentisch und mit klarem Nutzen, der zum Weiterlesen motiviert.
Für mich als Chefredakteurin von AW Architektur & Wohnen bedeutet das, gesellschaftlich relevante Themen vorausschauend aufzugreifen, Trends im Blick zu behalten und unseren LeserInnen Orientierung zu bieten. Mit Leidenschaft, sorgfältiger Recherche und Geschichten, die berühren oder überraschen – so entstehen Verbindungen, die Blickwinkel öffnen und Emotionen auslösen können.

 

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