„Ein wirklich guter Prompt an eine KI kann nur dann gut sein, wenn wir wirklich wissen, wo wir hin wollen“

Ein wirklich guter Prompt an eine KI kann nur dann gut sein, wenn wir wirklich wissen, wo wir hin wollen
Ein wirklich guter Prompt an eine KI kann nur dann gut sein, wenn wir wirklich wissen, wo wir hin wollen

Qualitäts-Content – authentisch, nahbar, glaubwürdig – ist mit und durch KI wichtiger denn je.
Deshalb kuratiert SCRIBERS[HUB] erstklassige TexterInnen, AutorInnen und JournalistInnen für jede Nische und jeden Medienkanal.
In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth – Gründerin von SCRIBERS[HUB] – Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen …

Carolin Schwarz, Community & Communications Manager foodlab Hamburg und Gründerin von MUSICSPOTS

Was bedeutet Content für Dich?

Content ist für mich mehr als ein paar Zeilen Text, eine schnelle bildliche Darstellung, ein Audiosignal oder Bewegtbild. Ich bin oft in Teams und mit Personen mit unterschiedlichen Leveln an Wissen und Erfahrung unterwegs und weiß daher, wie wichtig es ist, Inhalte bewusst zu vermitteln. Es geht mir immer um vertiefte oder erklärende Aussagen, Informationen und Hintergründe. Content kann aber auch durch fehlende oder nicht sichtbare Inhalte vermittelt werden. Das, was sich zwischen den Zeilen verbirgt, sagt manchmal mehr aus als der große Schriftzug, den wir derzeit so gern auf Inhalten in Social-Media-Kanälen lesen.

Was war der schlechteste Content, dem Du begegnet bist?

Schwer zu sagen. Ich habe bereits vor Jahren, in meiner Zeit in Kommunikationsagenturen, viele Kampagnen gesehen, die mich nicht angesprochen haben, uns heute aber noch vertraut sind und auf denen wir damals bereits aufgebaut haben. Erinnert ihr euch noch an die späten 90er/Anfang der 2000er? Slogans wie „Bin ich schon drin“ und „Sie haben Post“ würde ich so allein nicht als guten Content bezeichnen, sie sind uns aber bis heute vertraut. Was mich derzeit eher stört, sind schlechte Briefings, denen notwendige Hintergrundinformationen, ein Ziel oder eine Timeline fehlen. Das ist leider Content, der uns gerade in komplexen Projekten immer wieder begegnet, ausbremst und unproduktiv macht. Beeinflusst von KI erhalten wir oft automatisch produzierte Inhalte, die zu gefällig sind. Ich bin der Meinung, dass ein wirklich guter Prompt an eine KI nur dann gut sein kann, wenn wir wirklich wissen, wo wir hin wollen.

Wie gelingt guter Content von Mensch zu Mensch mit KI?

Gute inhaltliche Aussagen in Text, Bild, Ton oder Bewegtbild in Zusammenarbeit mit KI bedürfen aus meiner Sicht einer sehr klaren Zielvorgabe. Wir sollten bereits eine klare Vorstellung davon haben, was wir aussagen wollen. Die KI hilft bei der Darstellung. Eine Ideenfindung mit KI kann aus meiner Sicht selten etwas wirklich Neues hervorbringen. Die menschliche Komponente ist wichtig, um einzigartige Ergebnisse zu erzeugen. Guter Content braucht Ecken und Kanten.

Welche Mischung an Talenten und Fähigkeiten sollte ein Content-Team heute haben?

Ich bin überzeugt, dass sich ein gutes Team immer aus einer ausgewogenen Mischung aus Fachexpertise, Erfahrung, Neugier und Talent zusammensetzt. All das bringt Menschen in der gemeinsamen Arbeit dazu, Neues zu kreieren, Bestehendes zu hinterfragen und so wirklich spannende Inhalte zu schaffen, die uns begeistern oder zum Nachdenken animieren. Genau diese Mischung machen wir in der foodlab Community möglich, indem wir Startups, die oft als kleine Teams oder alleine gestartet sind, frühzeitig mit den passenden Expert*innen verknüpfen. Auch ich stehe bei Fragen zur Seite und nehme mir Zeit für den Blick von außen auf Ideen und Konzepte, die so im gemeinsamen Gespräch den letzten Schub erhalten, um den Weg in den Markt zu finden.

Vervollständige den Satz: Content ist immer…

… wichtig. Manchmal zu viel, oft derzeit mit zu wenig Kontext untermauert. Er führt aber immer dazu, dass sich Menschen verbinden und miteinander agieren.

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