Die Kunst des Briefings

SCRIBERS[HUB]-Mitglied Geraldine Friedrich hat aus ihrer Sicht die 10 wichtigsten Fragen  zusammengestellt, die für sie die Basis für ein gutes Briefing bilden. Einen inspirierenden Lesespaß wünscht Ihnen Ihr SCRIBERS[HUB]-Team.

10 WICHTIGE FRAGEN AN DEN KUNDEN

Geschmack und Bedürfnisse des Kunden zu treffen, ist für freie Texter nicht immer einfach. Tatsächlich mangelt es oft an einem klaren, sauberen Briefing. Thema und Zeichenzahl reichen gerade im Corporate Publishing nicht aus. Mein Tipp: Fordert eure Kunden – und zwar mit möglichst konkreten Fragen. Auch wenn euer/e Ansprechpartner/In im Vorfeld nicht alles klären kann, helfen euch die Antworten (oder Nicht-Antworten!) ein besseres Bild zu bekommen und als Dienstleister/In den Aufwand einzuschätzen. Dem Kunden helfen sie übrigens auch – nämlich sich darüber klar zu werden, was er genau will. Achtung: Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.

1. Welche Textart ist gewünscht? (falls noch nicht klar, bitte die Rubriken ankreuzen, die es am ehesten treffen) 

a) Produktbeschreibung  b) Firmenbeschreibung  c) Anwendungsbeispiel eines hauseigenen Produkts (Best Practice)  d) Advertorial für externes Medium e) Fachartikel  f) Reportage

2. Für welches Medium ist der Text? 

a) Eigene Website  b) Kundenmagazin/Mitarbeitermagazin  c) Externes Medium wie Magazin oder Blog (z.B. Gastbeitrag)3. Wer soll den Text lesen?

a) Otto Normalverbraucher  b) Kunden  c) Mitarbeiter  d) Zulieferer  e) Fachpublikum (Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer, evtl. auch die Konkurrenz)

4. Welchen Stil soll der Text haben? 

a) Neutral, rein faktenorientiert, jeder Satz eine Aussage.  b) Klare, konkrete journalistische Sprache (Verben, Verben, Verben, wenig Adjektive, kein Marketing-Geschwurbel à la „die Kraft von Marken spürbar machen“ oder Apparatschik-Jargon „positive Synergieeffekte“, „skalierbare Markeninszenierungen“,  c) Feature/Reportage-artig mit z.B. szenischen Elementen d) Werblich, ausschließlich positiv, Superlative erlaubt (siehe auch Marketing-Geschwurbel und Apparatschik-Jargon) Welchen Stil soll der Text NICHT haben? (siehe oben)

5. Welche Recherchequellen stellt der Kunde zur Verfügung?

a) Websites mit detaillierten Produktinformationen  b) Broschüren/ Präsentationen etc.  c) Ansprechpartner mit Fachkompetenz aus dem Unternehmen  d) Linksammlung zu externen Quellen mit passenden und für den Text ausreichenden Informationen  e) Zusätzliche Eigenrecherche inklusive Recherche zusätzlicher Experten / Zitatgeber erwünscht  f) Keine Vorgaben oder kein Material vorhanden. Texterin erledigt Recherche komplett aus vorher nicht näher definierten Quellen

6. Welche und wie viele Recherchequellen SOLLEN genutzt werden? 

a) Nur das Netz (reine Sekundärquelle)  b) Netz plus Broschüren aus dem Unternehmen (reine Sekundärquellen)  c) Netzrecherche plus einem Fachansprechpartner aus dem Unternehmen  d) Netzrecherche plus mehrere Ansprechpartner  e) Persönliche Eindrücke durch Vor-Ort-Reportage
7. Soll der Text Zitate enthalten? 

a) Firmenangehörige  b) Kunden  c) Externe Experten  d) Keine Zitate 
8. Wurden Briefing, Inhalt und gewünschter Stil etc. mit allen relevanten Entscheidern wie Geschäftsführung und/oder Fachabteilungen intern bereits abgestimmt? 

a) Ja  b) Nein
9. Soll der Text SEO-optimiert sein? 

a) Falls ja: Liefern Sie entsprechende Keywords zu? Ja/Nein b) Nein
10. Wie viele Korrekturschleifen sind gewünscht? 

a) 1  b) 2  c) Unbegrenzt – bis der Text fertig ist (open end)

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