Sich Zeit nehmen für das Briefing ist eine Frage des Respekts

Der Input von Freelancern ist wie das Salz in der Suppe. Aber was macht einen guten Freien aus? In der Interview-Reihe „Textgeflüster“ hakt Sabine Fäth, Gründerin von SCRIBERS[HUB] bei allen, die die Zusammenarbeit mit Freelancern schätzen nach. Diesmal mit Natascha Zeljko, Chefredakteurin & Founder von FemaleOneZero 1.In welcher Situation buchst du ein*en freie*n Texter*in/Journalist*in/Autor*in und warum? In erster Linie, um Spitzen abzufedern. Aber es geht auch um Expertise. Nicht jeder Autor kann alles, ob das nun eine bestimmte Form oder ein spezielles Thema betrifft. Die größte Nische übrigens im Frauenmagazinbereich: richtig gute Beauty-Texter.  2. Gibt es Situationen, in denen dein eigenes Netzwerk für die Suche einer/s Freien nicht ausreicht? Welche sind das?  Klar, je spezieller, desto schwieriger wird es. Da hilft dann aber eine Recherche im Netzwerk oder der Blick in bestimmte Publikationen. 3. Was war deine beste Erfahrung mit einem Freelancer und warum? Es sind zwei, die sich eigentlich sogar widersprechen: Der Autor hält sich zu 100 % an das Briefing und liefert einen sauber recherchierten und stilistisch ansprechenden Text ab. Und dann gibt es noch den (allerdings seltenen) Fall, dass ein Autor sich über das Briefing hinwegsetzt oder es sagen wir großzügig interpretiert und einen sagenhaften, ungewöhnlichen Text abgibt. Hatte ich einmal erlebt zum Thema „Hände“. Es sollte ein faktenbasierter Text werden, warum unsere Hände so wertvoll und wichtig sind. Die Autorin hat eine emotionale Liebeserklärung an unsere Hände geschrieben. Das war so ein kluger und anrührender und ungewöhnlicher Text, wir hatten sogar ein paar Tränen vergossen. Das muss man erst mal schaffen. 4. Der Rat, den ich freien Texter*innenn/Journalist*innen/Autor*innen unbedingt geben würde, lautet… Sich an das Briefing halten. Und falls nicht, eine sehr gute Begründung dafür haben. Zum Beispiel einen bessere Idee der Umsetzung, siehe den Text über Hände. 5. Mein wichtigster Grundsatz im Umgang mit Freien lautet…  Sich Zeit nehmen für das Briefing; was man da scheinbar einspart, muss man hinterher mit Re-Briefings, Korrekturschleifen und schlechter Stimmung auf allen Seiten bezahlen. Außerdem ist es eine Frage des Respekts.  6. Was wünscht du dir von Freelancern für eine reibungslose Zusammenarbeit?  Klare Ansagen. Ist das Thema wirklich ein Thema für sie/ihn? Kann er die Deadline einhalten? Hat er die Zahlen und Fakten ordentlich recherchiert (double check).

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