New Work nach Corona: Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Die Arbeitswelt nach Corona wird nicht mehr so sein, wie sie war. Viele Unternehmen haben in den Wochen des Lockdown festgestellt, dass ihre Mitarbeiter im Homeoffice genauso produktiv und effizient arbeiten können wie vor Ort. Auch Führungskräfte, die Homeoffice immer kategorisch abgelehnt haben, sind offener geworden und verblüfft, wie gut das Arbeiten aus der Ferne (remote-work) doch funktioniert.

Hybride Arbeitsmodelle

Bereits jetzt gibt es schon Pläne, Homeoffice als Teil des New work dauerhaft zu implementieren. Twitter geht sogar so weit, dass Mitarbeiter*innen, die im Home Office arbeiten können, dauerhaft da bleiben dürfen und zahlt jedem 1000 Dollar zur Einrichtung des Arbeitsplatzes.  Auch wird die Präsenzpflicht in den Unternehmen neu gedacht. Macht es nur Sinn, dann anwesend zu sein, wenn strategische und kreative Meetings anberaumt sind, die ein analoges Miteinander erfordern? Dauerhaft ungenutzte Büroflächen rechtfertigen dann auch nicht mehr den verhandelten Mietpreis.  Die Erkenntnisse der Social-Distance-Zeit prägt die neue Arbeitsnormalität. Hybride Arbeitsmodelle werden folgen (z.B. ein Tag pro Woche Homeoffice oder eine Woche vor Ort und eine zuhause). Digitale Kollaborationstools, einst notgedrungen im Einsatz, werden zur Selbstverständlichkeit, alte Verhaltensmuster (ein Flug von Hamburg nach München, nur um 1 Stunde zu konferieren) abgelegt. Und trotz physischer Distanz ist man durchaus menschlich näher zusammengerückt. „Früher hat unser CEO nicht so viel mit uns gesprochen, durch die Video-Calls ist er viel nahbarer geworden“, berichtete mir eine Marketing-Managerin aus dem Homeoffice.

Strategie intern, operative Umsetzung extern

Wie wird die Zukunft des Arbeitens dann aussehen? Werden wir nicht nur zuhause sein, sondern auch im Café um die Ecke oder in einem Coworking-Space, den die Firma zur Verfügung stellt? Werden Unternehmen auch den Einsatz von digitalen Nomaden, die aus der Ferne arbeiten, als das New Work normal erkennen und agilere Netzwerke von außen implementieren? In den Verlagen wird eifrig diskutiert (und gerechnet), ob Voll-Redaktionen aus wirtschaftlichen Gründen überhaupt noch Sinn machen. Das Arbeitsmodell der Zukunft könnte lauten: Strategie intern und operative Umsetzung extern. Eine Chefredakteurin erzählte mir, dass sie ihr Redaktionsteam fragte, wer im Zuge der Lockerungen wieder in die Redaktionsräume zurück will. Keiner, außer eine Layouterin. Die habe gerade ziemlich Stress mit ihrem Partner. Diese Reaktion habe sie schon sehr gewundert. Obwohl auch sie, nach fast 35 Jahren im Business, gestehen muss: Homeoffice klappt reibungslos. Der persönliche Austausch, die emotionalen Momente, die spontanen Begegnungen fehlen ihr allerdings sehr und könnten eine Video-Konferenz niemals ersetzen. Bei SCRIBERS[HUB] registrieren wir vermehrt Anfragen nach freien Teams, die für Content-Marketing und Corporate Communications eingesetzt werden. Hierbei ist dem Auftraggeber der fachliche Fokus am wichtigsten. Wo die Freelancer arbeiten – ziemlich egal. Wird das Credo act  local – work global zum new normal?

Sabine Fäth, Geschäftsführerin SCRIBERS[HUB]

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