„Inhalte sind dann meist gut, wenn sie sich direkt aus dem Glutkern der Autorinnen und Autoren speisen.“

Inhalte sind dann meist gut, wenn sie sich direkt aus dem Glutkern der Autorinnen und Autoren speisen
Inhalte sind dann meist gut, wenn sie sich direkt aus

Qualitäts-Content – authentisch, nahbar und mit hoher Glaubwürdigkeit versehen – ist auch mit und durch KI wichtiger denn je.
Deshalb kuratiert SCRIBERS[HUB] erstklassige TexterInnen, AutorInnen und JournalistInnen für jede Branche, jedes Thema, jeden Kanal.
In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth – Gründerin von SCRIBERS[HUB] – Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen…

Ulrich Ehrlenspiel, Autoren-Coach und Verlagsleiter

Was bedeutet Content für Dich?

Ich mag den Begriff Content nicht. Ich mache Bücher, keinen Content. Content klingt für mich wie Wurstbrät, den man in einen Schweinedarm presst und dann hat man eine Wurst, die eine ist wie die andere. Wenn wir also über Bücher reden wollen, dann gern über Non fiction, was meine Dömane ist. Inhalte sind dann meist gut, wenn sie sich direkt aus dem Glutkern der Autorinnen und Autoren speisen, also aus dem direkten Erleben, der Begeisterung und der ganz spezifischen Kompetenz stammen. Wenn man so will, soll das Buch eben nur von dieser einen Person geschrieben werden können, Authentizität kann man das auch nennen, Glaubwürdigkeit und eine gewisse Tiefe gehören auch dazu. Dann spielt das Wie eine große Rolle. Menschen wollen Geschichten lesen, sich identifizieren, motiviert und inspiriert werden. Belehrungen sind von gestern, Inhalte, die man sich erarbeiten muss, auch. Genau das aus den Menschen herauszuholen, ist meine Leidenschaft, die ich in meinen Autorcoachings professionell auslebe. Wir finden das Buch, dass nur du schreiben kannst und spiegeln das mit dem Markt, so dass eine Idee entsteht, wie der Keim eines echten Bestsellers sein kann (und oft auch ist). Mehr dazu auf ehrlenspiel.com.

Was war der schlechteste Content, dem Du begegnet bist?

Alles Aufgesetzte, Unauthentische, Dröge und Belehrende, Banale. Viel davon produziert die KI in Sekundenschnelle. Man liest es, und es schmeckt wie ein Burger bei Mac Donald’s, „pallatable“ wie man in den USA sagt, gaumenschmeichelnd. Wenn man das Essen hinter sich hat, bleibt nichts. Und der Hunger ist auch schnell wieder da. So sind schlechte Bücher auch: sie schmecken eindimensional, sind nur auf den schnellen Effekt getrimmt und kaum hat man sie in sich reingefressen, ist der Hunger wieder da – meistens nach noch mehr Schrott. Die Welt ist voll davon – ich wüsste gar nicht, wo die Bad List anfangen soll. Auf der anderen Seite will ich hier nicht dem Elitarismus das Wort reden. Ganz im Gegenteil: Bücher , die sich nur an eine Bubble richten, finde ich meist nicht interessant, denn dann geht es oft nur um Selbstreferenzialität. Ich will immer viele Leser erreichen. Ein guter Wein hat einen Korpus, der jeden anspricht. Und er hat geschmackliche Facetten, die sich nur dem Achtsamen erschließen oder dem Wissenden. So ist es auch bei guten Büchern.

Wie gelingt guter Content von Mensch zu Mensch mit KI?

Das ist tatsächlich schwierig. Je enger der jeweilige Inhalt mit dem ganz spezifischen Denken, Sprechen, Erleben und Fühlen der jeweiligen Person verknüpft ist – so wie ich mir das wünsche – desto schwieriger wird die Arbeit mit der KI, die ja jeden Inhalt in den Durchschnitt der bereits vorhandenen Inhalte ziehen will. Das erfordert dann viel Know-how in der Arbeit mit KI, sie braucht dann kleinteilige, sehr gut ausgearbeitete Prompts.

Welche Mischung an Talenten und Fähigkeiten sollte ein Content-Team heute haben?

Den Empathen, den Strukturierer, den Storyteller, den Zielgruppen-Anwalt…

Vervollständige den Satz: Content ist immer…

 … Autor hoch Leidenschaft mal Storytelling.

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