Guter Journalismus grenzt nicht aus, sondern überwindet gesellschaftliche Gräben

Guter Content ist wichtiger denn je! Deshalb vermittelt SCRIBERS[HUB] auch erstklassige Texter, Autoren und Journalisten für Qualitätsinhalte. In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth, Gründerin von SCRIBERS[HUB], Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen:

Birgitta Wallmann Fachjournalistin für Arbeitsrecht, LinkedIn Top Voice D.A.CH.

Was bedeutet Content für Dich?

Content ist für mich vor allem ein ziemlich strapaziertes „Buzzword“ für jegliche Art von Inhalten im Internet. Das können Texte, Bilder, Podcasts aber auch ein Social Media Post oder ein Video sein. Aufgrund der Vielseitigkeit hat natürlich jeder – je nach eigenem Standort – auch eine andere Vorstellung von den konkreten Inhalten und deren Qualität. Als Journalistin richtet sich mein Blick dann natürlich vorrangig auf die Wertigkeit und den Informationsgehalt von Texten und Artikeln.

Was war der schlechteste Content, dem Du begegnet bist?

Eigentlich begegnet er mir täglich und quasi ununterbrochen. Die digitalen Kanäle sind damit ja überfüllt. Und es wäre schon eine ziemliche Herausforderung alleine die „Top Ten“ daraus zu betiteln. Grundsätzlich stört mich aber immer minderwertige Qualität. Das kann z.B. ein verzerrter Ton bei einem Podcast, ein schlecht aufgelöstes Bild, aber auch eine zu verschachtelte Unternehmens-Website mit verwirrenden Verlinkungen und Menüpunkten sein. Mein persönlicher Favorit in Punkto schlechter Content sind natürlich null bis gar nicht recherchierte Mainstreambeiträge, die schlecht abgeschrieben und einfach falsch sind. Oder Texte, die mich aufregen anstatt zu informieren. Das sind vor allem Artikel, die sich von einem unabhängigen Journalismus schon ziemlich weit entfernt haben, weil die Berichterstattung in eine Art „Hofberichterstattung“ oder „Gefälligkeitsjournalismus“ abgedriftet ist. Und das ist dann wirklich schlechter Content, der ist unglaublich schädlich für die gesamte Gesellschaft. Gerade die Corona-Krise hat ja ganz deutlich gezeigt, wie wichtig glaubwürdiger Journalismus in Zeiten großer Unsicherheit ist, weil in der Öffentlichkeit ein hohes gesichertes Informationsbedürfnis herrscht.

Wie gelingt guter Content?

Um beim Journalismus in Zeiten des „New Normal“ zu bleiben, gelingt guter Content nur durch die Bereitstellung hochwertigen digitalen Know-Hows. Und das braucht ganz klar einen guten Journalismus. Einen, der die Öffentlichkeit nicht nur mit den bestmöglichen Informationen versorgt, sondern auch aktuell, unabhängig und relevant ist! Guter Journalismus grenzt nicht aus, sondern überwindet gesellschaftliche Gräben, indem er verständlich und an alle gerichtet ist und zwar unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Bildungsstand. Er zeigt Lösungen auf, gibt Perspektive und ist deshalb vor allem auch Grundlage für eine fundierte Meinungs- und Willensbildung des Einzelnen und schlussendlich aber auch für die Gesellschaft.

Vervollständige den Satz: Content ist immer… 

…eine gute Mischung aus Kompetenz, Recherche, Distanz und Vielfalt.

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