„Ich sehe Content nicht als einzelne Maßnahme, sondern als langfristige Kommunikationsarbeit.“

Ich sehe Content nicht als einzelne Maßnahme
Content ist Kommunikationsarbeit

Qualitäts-Content – authentisch, nahbar, glaubwürdig – ist mit und durch KI wichtiger denn je. Deshalb kuratiert SCRIBERS[HUB] erstklassige TexterInnen, AutorInnen und JournalistInnen für jede Nische und jeden Medienkanal.
In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth – Gründerin von SCRIBERS[HUB] – Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen …

Katarina Meiske, Corporate Communications & PR Professional

Was bedeutet Content für dich?

Für mich ist Content vor allem ein Mittel, um Orientierung zu schaffen. Gerade in der Unternehmenskommunikation geht es häufig um komplexe Themen – Technologien, Märkte oder Strategien – die für unterschiedliche Zielgruppen verständlich und relevant aufbereitet werden müssen. Guter Content übersetzt diese Komplexität in klare Geschichten und schafft damit Vertrauen. Dabei sehe ich Content nicht als einzelne Maßnahme, sondern als langfristige Kommunikationsarbeit. Unternehmen zeigen über ihre Inhalte, wofür sie stehen, welche Themen sie wirklich verstehen und welchen Beitrag sie leisten können. In meiner Arbeit habe ich oft erlebt, dass guter Content nicht dort entsteht, wo einfach viel produziert wird, sondern dort, wo Themen konsequent und über längere Zeit hinweg aufgebaut werden.

Was war der schlechteste Content, dem du begegnet bist?

Schlechter Content ist für mich Content, der nur entsteht, weil man „etwas posten muss“. Gerade in digitalen Kanälen entsteht schnell der Druck, sichtbar zu bleiben oder den Algorithmus zu bedienen. Das Problem ist dabei weniger die Frequenz als die Beliebigkeit. Wenn Beiträge keine eigene Perspektive haben, gehen sie schnell in der Masse unter. Gerade im B2B-Umfeld zeigt sich dann, ob hinter den Inhalten wirklich Expertise steht. Man muss nicht jedes Thema neu erfinden. Aber guter Content schafft es, bekannte Themen so einzuordnen, dass ein echter Mehrwert entsteht.

Wie gelingt guter Content von Mensch zu Mensch mit KI?

Ich sehe KI vor allem als Werkzeug, nicht als Ersatz für Kommunikation. Sie kann helfen, Prozesse effizienter zu machen – etwa bei der Recherche, der Strukturierung von Themen oder der zielgruppengerechten Skalierung von Inhalten. In der Praxis habe ich erlebt, dass KI gerade bei der Vorbereitung von Themen oder bei ersten Textentwürfen sehr hilfreich sein kann. Der entscheidende Schritt bleibt aber die menschliche Einordnung: Welche Perspektive nehmen wir ein, welche Botschaft wollen wir vermitteln und welche Themen sind für unsere Zielgruppen wirklich relevant? Gerade in der Unternehmenskommunikation geht es deshalb nicht nur darum, Inhalte zu produzieren, sondern Verantwortung für Botschaften zu übernehmen. Gute Kommunikation entsteht dann, wenn Technologie unterstützt, die Perspektive und Einordnung aber weiterhin von Menschen kommen.

Welche Mischung an Talenten sollte ein Content-Team heute haben?

Ein gutes Content-Team braucht aus meiner Sicht drei Dinge: redaktionelles Denken, strategisches Verständnis und ein gutes Gespür für digitale Kanäle. Redaktionelles Denken hilft, Themen zu erkennen und verständlich aufzubereiten. Strategisches Verständnis sorgt dafür, dass Content nicht isoliert entsteht, sondern Teil der gesamten Unternehmenskommunikation ist. Und schließlich braucht es Menschen, die verstehen, wie Inhalte über verschiedene Plattformen funktionieren und unterschiedliche Zielgruppen erreichen.

Vervollständige den Satz: Content ist immer…

… eine Investition in die Beziehung zum Gegenüber.

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