Qualitäts-Content – authentisch, nahbar, glaubwürdig – ist mit und durch KI wichtiger denn je.
Deshalb kuratiert SCRIBERS[HUB] erstklassige TexterInnen, AutorInnen und JournalistInnen für jede Nische und jeden Medienkanal.
In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth – Gründerin von SCRIBERS[HUB] – Kommunikationsprofis alle 14 Tage diese Fragen …
Maike Walter, Corporate Communications Manager The Berner Group
Was bedeutet Content für Dich?
Im Grunde kann Content alles sein, was Menschen – und inzwischen zunehmend auch Maschinen – erstellen, teilen und verbreiten. Für mich als Kommunikationsverantwortliche ist Content vor allem ein Werkzeug, mit dem wir komplexe Themen verständlich machen und sowohl Kolleginnen und Kollegen als auch externe Zielgruppen erreichen. Doch gute Kommunikation besteht aus mehr als der Vermittlung einer Botschaft: Content muss Relevanz schaffen, Emotionen wecken und Dialoge anstoßen. Nur so können wir Menschen heute noch erreichen und mitnehmen.
Was war der schlechteste Content, dem Du begegnet bist?
In den sozialen Medien begegnet mir immer häufiger KI-generierter Content, insbesondere in Form von Reels. Teilweise ist selbst für ein geschultes Auge kaum noch erkennbar, dass die Inhalte künstlich erzeugt wurden. „Schlecht“ würde ich dabei weniger an der Qualität oder Machart festmachen, sondern vielmehr an der Absicht. Wenn KI-generierte Inhalte der Unterhaltung dienen – etwa tanzende Katzen – kann das seinen Zweck erfüllen. Problematisch wird es, wenn solche Inhalte gezielt eingesetzt werden, um Desinformation zu verbreiten oder zu manipulieren. Genau darin sehe ich eine der größten Herausforderungen. Mich beschäftigt vor allem die Frage, wie wir Vertrauen in Informationen erhalten, wenn künstlich erzeugte Inhalte immer schwerer zu erkennen sind.
Wie gelingt guter Content von Mensch zu Mensch mit KI?
KI ist ohne Frage eine enorme Unterstützung – auch in meinem Arbeitsalltag. Ein Beispiel ist unser Yearbook, in dem wir die wichtigsten Highlights des vergangenen Geschäftsjahres zusammenfassen. Ich habe ein KI-Tool genutzt, um bereits bestehende Texte von mir und meinem Team im gewünschten Stil zu verdichten und strukturiert aufzubereiten. Solche „Shortcuts“ sparen Zeit und schaffen Freiräume für andere Aufgaben.
Entscheidend ist jedoch: KI kann den Umgang mit Inhalten erleichtern, macht sie aber nicht automatisch besser. Relevanz, Einordnung und Glaubwürdigkeit entstehen nach wie vor durch Menschen. Gute Ergebnisse erzielen wir dann, wenn die Technologie gesteuert wird und ein Mensch die Inhalte am Ende prüft, bewertet und mit der passenden Perspektive versieht. Letztlich bleibt eines unverändert: Qualitativ hochwertiger Content ist die Grundlage jeder erfolgreichen Kommunikation. Er ist es, der in Suchmaschinen und KI-Systemen gefunden, verarbeitet und weiterverbreitet wird. Deshalb tragen wir als Kommunikationsprofis auch Verantwortung dafür, die digitale Informationswelt mit verlässlichen, relevanten und hochwertigen Inhalten zu füllen.
Welche Mischung an Talenten und Fähigkeiten sollte ein Content-Team heute haben?
Ein Content-Team braucht nach wie vor Menschen, die das redaktionelle bzw. journalistische Handwerk beherrschen und zugleich fachlich in ihren Themenfeldern zu Hause sind. In unserem Team gewinnen darüber hinaus Kompetenzen im Umgang mit KI-Anwendungen und anderen digitalen Tools zunehmend an Bedeutung. Sie erleichtern nicht nur viele Arbeitsabläufe, sondern helfen uns auch dabei, ein hohes Arbeitspensum trotz begrenzter personeller Ressourcen zu bewältigen. Was aus meiner Sicht dabei nicht verloren gehen darf, ist der Freiraum für Kreativität: neue Formate entwickeln, Geschichten erzählen und Inhalte über unterschiedliche Kanäle hinweg testen. Denn Kommunikation ist mehr als effiziente Content-Produktion. Am Ende sind Kommunikatorinnen und Kommunikatoren Storyteller, die Technologie als Werkzeug nutzen – nicht umgekehrt.
Vervollständige den Satz: Content ist immer…
…die Brücke zwischen Themen und den Menschen, die sie verstehen sollen.


